18.11.2019 Antibiotika-Rückgabeaktion vom 18. bis 30. November 2019

Aufruf. Jeder kann etwas zur Vermeidung von Antibiotikaresistenzen beitragen. Deshalb ruft der Bund im Rahmen der Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz StAR dazu auf, überzählige oder alte Antibiotika dahin zurückzubringen, wo man sie erhalten hat: in die Apotheke, in die Arzt- oder in die Tierarztpraxis. Antibiotika richtig einsetzen – gemeinsam für Mensch, Tier und Umwelt.

Bildstrecke Antibiotika-Rückgabeaktion vom 18. bis 30. November 2019

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Der übermässige und unsachgemässe Einsatz von Antibiotika kann zur Entstehung resistenter Bakterien führen. Die Bakterien passen sich an und werden unempfindlich gegenüber Antibiotika. Da Infektionen mit resistenten Bakterien nur noch schwer oder manchmal gar nicht  mehr behandelt werden können, und da solche Infektionen weltweit zunehmen, ist die Wirksamkeit von Antibiotika für Mensch und Tier gefährdet – auch in der Schweiz. Die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt die Entstehung resistenter Bakterien zu den schwerwiegendsten Gesundheitsproblemen unserer Zeit.


Antibiotika-Rückgabeaktion

Deshalb ruft der Bund im Rahmen der Sensibilisierungskampagne «Antibiotika: Nutze sie richtig, es ist wichtig» dazu auf, überzählige oder alte Antibiotika dahin zurückzubringen, wo man sie erhalten hat, beispielsweise in die Apotheke, in die Arzt- oder Tierarztpraxis. Die schweizweite Rückgabeaktion – vom 18. bis 30. November 2019 – startet zeitgleich mit der «World Antibiotic Awareness Week» der WHO.

Für Mensch, Tier und Umwelt wichtig
Das Ziel der Rückgabeaktion ist es, die Bevölkerung zu informieren. «Nicht die Menschen werden resistent, sondern die Bakterien. Kommt es zu einer Infektion mit resistenten Bakterien, kann es sein, dass eine Therapie mit Antibiotika nicht mehr richtig wirkt – resistente Bakterien sind unempfindlich gegenüber einer spezifischen oder sogar mehreren Antibiotikaklassen. Die Bakterien können sich vermehren und von einer Person auf die nächste übertragen werden, oder auch zwischen Mensch und Tier», so Lukas Schmid, Projektleiter Kampagnen beim BAG.

Die Rückgabeaktion soll verhindern, dass Antibiotika falsch oder unsachgemäss verwendet werden. Das heisst, überzählige Antibiotika sollen nicht zu einem späteren Zeitpunkt bei anderen Erkrankungen eingenommen werden. Zudem wird mit der Rückgabe die falsche Entsorgung der überzähligen Medikamente im Hauskehricht oder im Abwasser verhindert. Denn gelangen Antibiotika in die Umwelt, kann dies ebenfalls zur Entstehung von Resistenzen beitragen. Bei der Rückgabeaktion steht die persönliche Auseinandersetzung mit der Problematik und die Stärkung der Eigenverantwortung im Vordergrund.

Zusammen und koordiniert gegen Antibiotikaresistenzen
Weil resistente Bakterien und die Verwendung von Antibiotika Mensch, Tier, Landwirtschaft und Umwelt betreffen, ist ein gemeinsames Vorgehen gegen Antibiotikaresistenzen unerlässlich. Deshalb wird auch die Rückgabeaktion in enger Zusammenarbeit mit dem Apothekerverband pharmaSuisse, dem Ärzteverband FMH, der Zahnärzte-Gesellschaft SSO, der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte GST und dem Bund geplant und realisiert. Massnahmen wie TV-Spots, Plakate und Online-Medien klären über die Folgen auf, die resistente Bakterien haben können.

Informationsmaterial kostenlos bestellen
Auf der Kampagnenwebsite www.richtig-ist-wichtig.ch können Informationsmaterialien zu Antibiotikaresistenzen sowie die beliebten Plakate mit den Sujets  Hund, Ehepaar, Maulwurf und Frosch kostenlos bezogen werden. Die Website vermittelt kurz und knapp die wichtigsten Fakten zum Thema Antibiotikaresistenzen und auch die aktuellen TV-Spots können eingesehen werden. 

Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz (StAR)

Die nationale Kampagne «Nutze sie richtig, es ist wichtig» ist Teil der Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz (StAR), die zum Ziel hat, die Wirksamkeit von Antibiotika für die Gesundheit von Mensch und Tier langfristig zu erhalten. An der Umsetzung der Strategie beteiligt sind vier verschiedene Bundesämter (Bundesamt für Gesundheit BAG, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV, Bundesamt für Landwirtschaft BLW, Bundesamt für Umwelt BAFU). In enger Zusammenarbeit stellen die Beteiligten gemeinsam sicher, dass die Strategie StAR übergreifend und koordiniert umgesetzt wird.

Innerhalb von StAR werden neben der Wissensvermittlung und Sensibilisierung der breiten Bevölkerung weitere Massnahmen auf verschiedenen Ebenen realisiert. Einer der wirkungsvollsten Wege zur Reduktion von Resistenzen ist die Vermeidung von Infektionen. Zentrale Ansätze sind dabei präventive Massnahmen wie verbesserte Hygiene, Optimierungen in der Tierhaltung und die Entwicklung wirksamer Alternativen zum Antibiotikaeinsatz. Weitere Handlungsfelder sind beispielsweise Verschreibungsrichtlinien für die Ärzteschaft und eine Überwachung der Resistenzen und des Antibiotikaverbrauchs. Das Nationale Forschungsprogramm "Antimikrobielle Resistenz" (NFP 72) unterstützt Forschungsprojekte aus allen Bereichen.

Kontakt

Lukas Schmid
Eidgenössisches Departement des Innern EDI

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